Der Zeitplan für die Hochzeit

glückliches Hochzeitspaar - www.berliner-heiraten.de Bild: © goodluz - Fotolia.com

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Gerade hat man sich entschieden – wo beginnt man nun mit der Planung? Zuerst brauchen Sie einen Termin und dabei gibt es viel zu beachten: Wollen Sie sofort danach flittern? – wann können Sie am besten Urlaub einreichen? Wen wollen Sie einladen? – wer feiert in der Zeit selbst oder ist auf Weltreise? Wo wollen Sie heiraten? – und sind Sie früh genug dran, um dort noch alles organisiert zu bekommen? Wie wollen Sie heiraten? – und sind Sie früh genug dran, um diese Feier zu organisieren? Was wollen Sie ausgeben und wer sponsert die Feier eventuell? die eigentlich wichtigste Frage, da sie den Rahmen bestimmt.

„Sobald der finanzielle Rahmen steht, kann man richtig planen“

Eine gute Idee ist es, wenn Sie als Brautleute sich über ihre Vorstellungen klar werden und sich dann mit Ihren Eltern und werdenden Trauzeugen abstimmen. Falls die Eltern sich noch nicht kennen, wäre es ein netter Anlaß, ihnen im Rahmen eines gemeinsamen Essen die Verlobung mitzuteilen. Hinreichenden Gesprächstoff für den Rest des Abends hat man dann ganz sicher.
Sobald der finanzielle Rahmen steht, kann man richtig planen. Wenn Sie einen Termin vereinbart habt, sollten Sie auch umgehend im Standesamt das Aufgebot bestellen und auch bei der Kirche anfragen, in der Sie heiraten möchten, falls eine kirchliche Trauung vorgesehen ist. Zu überlegen ist dabei, ob Sie den Stress wünschen, morgens standesamtlich und nachmittags kirchlich zu heiraten – wenn Sie am gleichen Tag auch noch zum Fotografen wollen, können Sie die Hochzeitsnacht wohl vergessen!

6 Monate vor der Hochzeit

Hochzeitskleider - www.berliner-heiraten.de Bild: © zakaz - Fotolia.com

Hochzeitskleider – www.berliner-heiraten.de Bild: © zakaz – Fotolia.com

Das Hochzeitskleid sollte man ca. 6 Monate vor der Hochzeit auswählen, aber da das wohl der größte Spaß an der „weißen Hochzeit“ ist, fangen die meisten Bräute mit der Vorauswahl schon an, wenn er noch mit dem Wie frage ich sie? kämpft.
Wo wird gefeiert? Mit wenigen Gästen sehr exklusiv, oder mit vielen Gästen etwas rustikaler?
Fragen Sie Freunde, Bekannte, Nachbarn und Kollegen nach Ihren Erfahrungen und verbringen Sie einige Abende mit Probeessen. Wo es Ihnen gefällt, sollten Sie unverzüglich Preis- und Menüvorschläge einholen.
Oder Sie schauen sich nach umliegenden Pfarrheimen, Gemeindesälen und großen Räumen um, organisieren das Freunde und Verwandte für Sie kochen – evtl. mit Unterstützung eines Partyservices, der z.B. Fleischplatten oder Suppen liefern könnte.
Es gibt nichts schlimmeres, als eine Nervensäge, die einen ohne Unterlaß ablichtet, zum Posieren nötigt und dann 400 Fotos abliefert, die alle dürftig belichtet sind und geköpfte, kauende oder rotäugige Menschen zeigen. Es lohnt also die Suche nach einem professionellen Fotografen, der 1. in dem Stil fotografiert, in dem man selbst geknipst werden möchte und 2. im Idealfall zur Feier kommt oder sein Atelier in unmittelbarer Nähe hat.

Musik sollte man seinen Gästen in irgendeiner Form bieten. Auch hier ist es kein Fehler, sich im Freundeskreis umzuhören, wer zu empfehlen ist. Wem also an guter Musik gelegen ist, der tut gut daran, sich etwas intensiver darum zu kümmern.
Hochzeitsplaner – Wer ganz exklusiv feiern möchte, tut gut daran, rechtzeitig einen Hochzeitsplaner zu buchen. Viele kennen ihn vielleicht aus „der Vater der Braut“, aber auch hier in Deutschland werden sie immer populärer.

Checkliste:

  • Hochzeitsbekleidung auswählen
  • Räumlichkeiten suchen
  • Menü organisieren
  • Fotografen buchen
  • Unterhaltungsmöglichkeiten suche

4 Monate vor der Hochzeit

Hochzeitsfahrzeug - www.berliner-heiraten.de Bild: © www.photalo.de - Fotolia.com

Hochzeitsfahrzeug – www.berliner-heiraten.de Bild: © www.photalo.de – Fotolia.com

Hochzeitsfahrzeug – Es wird Zeit zu überlegen, wie Sie zu Ihrer Trauung kommen. Wartet der Bräutigam am Altar darauf, dass die Braut zu ihm geführt wird? Dann kommt die Braut allein im geschmückten Fahrzeug. Gehen Sie den Weg zum Altar gemeinsam? Dann brauchen Sie ein geschmücktes Fahrzeug entweder gemeinsam für den Weg zur Kirche, oder erst nach der Trauung.

Trauzeugen sollten spätestens jetzt gefragt werden, ob sie überhaupt Trauzeuge werden möchten und ob sie zu den vorgesehenen Terminen Zeit haben.

Einladungen sollten jetzt geplant werden. Macht man sie selbst, oder läßt man drucken? Die Druckereien haben dicke Bücher mit vorgedruckten Einladungen, aus denen man wählen kann. Man sollte gleichzeitig überlegen, ob auch Danksagungen, Tischkarten und Menükarten gedruckt werden sollen.

Checkliste:

  • Hochzeitsfahrzeug mieten
  • Trauzeugen und Brautjungfern anwerben
  • Einladungen aufsetzen und Adressliste vorbereiten

3 Monate vor der Hochzeit

Traugespräch mit dem Pastor – Bei diesem Gespräch kann man mit dem Pastor über seine Vorstellungen von der Trauung sprechen. Der Pastor wird Ihnen sagen, was er erwartet. Schwangere Bräute können sicher keinen Pastor schocken, aber viele weisen darauf hin, dass sie in diesem Fall ein rein weißes Kleid oder gar einen Schleier vor dem Gesicht nicht angebracht finden, wobei in den meisten Fällen aber schon ein Ausweichen auf einen Champagnerton oder einige Blümchen am Kleid ausreichen, wenn überhaupt Bedenken bestehen.

Das Kleid sollte gefunden sein und nun ist es Zeit, über eine passende Frisur nachzudenken. Wenn sich der Friseur während des Gesprächs nicht nach dem Kleid erkundigt und Fotos sehen möchte, endet der Friseurtermin für Sie mit seiner Standardfesttagsfrisur – und wer will das schon?

Hochzeitseinladung - www.berliner-heiraten.de Bild: © 2xSamara.com - Fotolia.com

Hochzeitseinladung – www.berliner-heiraten.de Bild: © 2xSamara.com – Fotolia.com

Einladungen sollten jetzt verschickt werden. Am besten mit einer guten Wegbeschreibung zu Standesamt/Kirche und Restaurant. Wichtig ist auch, eine Datumsangabe – ca. 8 Wochen vor der Trauung – bis zu der man eine Antwort erwartet.

Der Sitzplan sollte auch langsam erstellt werden, denn Sie werden je nach Familienkonstellation lange daran herumtüfteln. Es gibt Standardsitzordnungen, aber da Standardfamilien immer seltener werden, nützen die kaum etwas. Moderne Familien bringen oft eine in alten Traditionen nicht vorgesehene Anzahl von Brauteltern mit.

Buchen Sie rechtzeitig die Hochzeitsreise und beantragen Sie dafür beim Arbeitgeber Urlaub. Nehmen Sie eventuell notwendige Impfungen vor.
Ausweispapiere auf ihre Gültigkeit hin prüfen und evtl. verlängern lassen.

Die Geschenkewunschliste sollte sorgsam ausgearbeitet werden. Um sich nicht selbst so unverschämt zu fühlen, wenn man sie in Umlauf bringt, sollte man sie den Brauteltern zur Verbreitung anvertrauen. Man kann zusätzlich einen Geschenketisch in einem Fachgeschäft aufstellen lassen, was sich allerdings nur lohnt, wenn dieses Geschäft Dinge führt, die man braucht und so liegt, dass möglichst viele Gäste überhaupt jemals in die Nähe des Ladens kommen. Die Listen sollten nicht vage formuliert werden – Sie ahnen nicht, was für hässliche Handtücher es gibt. Gängig ist auch die Idee des Karteikastens, bei dem alle Wünsche auf einzelnen Kärtchen stehen und die Gäste sich die passenden Kärtchen nehmen können, wodurch verhindert wird, daß einzelne Wünsche öfters erfüllt werden. Dabei ist es auch sinnvoll einen ca. Preis auf die Kärtchen zu setzen und statt einem Kärtchen mit 12 Weingläsern, lieber mehrere Kärtchen mit weniger Gläsern zu schreiben.

Termine noch einmal überprüfen. Wissen das Standesamt, die Kirche, das Restaurant, der Fotograf… etc noch, wann die Trauung ist? Gerade Restaurants können Doppelbuchungen vornehmen. Nachfragen lohnt sich.

Ablaufplan festlegen, auf dem Sie minutiös Ihren Tag planen. An den Plan wird sich später niemand halten, aber Sie haben vorher ein gutes Gefühl, an alles gedacht zu haben – vergessen Sie nicht den Streukindern zu erklären, was sie mit den Blumen machen sollen.

Der Blumenschmuck sollte mit einer Floristin besprochen und bestellt werden. Dazu gehört der Brautstrauß, ein Strauß für die Trauzeugin, Anstecker für den Bräutigam und den Trauzeugen, ein Gesteck für das Auto, Blumenschmuck für die Kirche und für das Restaurant.

Checkliste:

  • Traugespräch mit dem Pastor führen
  • Hochzeitsfrisur auswählen, Friseurtermin vereinbaren
  • Einladungen verschicken
  • Version vom Sitzplan erstellen
  • Urlaub einreichen und Hochzeitsreise buchen
  • Geschenkeliste erstellen und in Umlauf bringen
  • Ablaufplan des Trautages erstellen
  • Blumen bestellen

2 Monate vor der Hochzeit

Hochzeitslocation - www.berliner-heiraten.de Bild: © arsdigital - Fotolia.com

Hochzeitslocation – www.berliner-heiraten.de Bild: © arsdigital – Fotolia.com

Jetzt sollte man die meisten Rückmeldungen der eingeladenen Gäste haben. Nun kann man einerseits die Sitzordnung wieder umplanen und andererseits die Übernachtungsmöglichkeiten für die Gäste planen, die dies wünschen.

Tanzkurse speziell für Brautpaare werden von vielen Tanzschulen angeboten. Man kann sich gut über den Tanzabend retten, wenn man einen „Halbwegswalzer“ hinbekommt. Auch der Sambagrundschritt paßt zu eigentlich jeder Melodie und lange wallende Brautkleider kaschieren viele Trittfehler. Andererseits ist ein Wiener Walzer zur Eröffnung einfach traumhaft!

Die Hochzeitstorte sollte kurz überdacht und dann entweder in einer Konditorei bestellt oder von einer backbegabten werdenden Schwiegermutter versprochen werden.

Eheseminare werden von vielen Gemeinden angeboten und verdienen eine Überlegung.
Der Finanzplan muss geprüft werden, ob die Überschreitungen noch verschmerzbar sind, oder Abstriche gemacht werden sollten.

Checkliste:

  • Nach Zusagen die Sitzordnung nochmals überdenken
  • Übernachtungsmöglichkeiten buchen
  • Tanzkenntnisse auffrischen
  • Hochzeitstorte bestellen

6 Wochen vor der Hochzeit

Trauringe - www.berliner-heiraten.de Bild: © Kristin Gründler - Fotolia.com

Trauringe – www.berliner-heiraten.de Bild: © Kristin Gründler – Fotolia.com

Das Brautkleid erneut anprobieren und nun entweder eine Crashdiät starten, oder hineinpassen!
Die Sonnenbank sollte jetzt gelegentlich besucht werden, falls man sich für ein schneeweißes Kleid entschieden hat.

Die Kosmetikerin könnte nun auch langsam ihre Arbeit aufnehmen.

Den Ehevertrag aufsetzen und notariell beglaubigen lassen. Unerlässlich bei Gütertrennung!

Die Trauringe auswählen und gravieren lassen.

Checkliste:

  • Ehevertrag aufsetzen und beglaubigen lassen
  • Trauringe auswählen

1 Monat vor der Hochzeit

Die Wunschliste und der Geschenktisch sollten überprüft und eventuell ergänzt werden, falls noch nicht alle Gäste Geschenke haben und nur noch Geschenke der höheren Preisklasse übrig sind. Wieder ist es eine gute Idee, wenn eine der werdenden Schwiegermütter sich bei den geladenen Gästen umhört.
Polterabend planen und feiern. Sollten Sie das Glück haben, in einer der Gegenden zu wohnen, bei der mit viel Keramik und Verwüstung gepoltert wird, könnte man versuchen, den Polterabend als Verlobungsparty zu tarnen.

Checkliste:

  • Geschenkeliste aktualisieren
  • Polterabend planen

2 Wochen vor der Hochzeit

Nun sollten Sie alle für die Hochzeit nötigen Unterlagen in einer Mappe oder Schublade sammeln und beisammen halten.
Zur Erinnerung an den Tag Ihres Lebens sollten Sie ein Gästebuch kaufen.

Checkliste:

  • Unterlagen für die Trauung sammeln
  • Gästebuch einrichten

1 Woche vor der Hochzeit

Hochzeitspaar - www.berliner-heiraten.de Bild: © Marco2811 - Fotolia.com

Hochzeitspaar – www.berliner-heiraten.de Bild: © Marco2811 – Fotolia.com

Jetzt sollte der Bräutigam zum Friseur gehen.
Die Braut sollte eine letzte Anprobe der gesamten Hochzeitsgarderobe abhalten, wobei in vielen Brautmodengeschäften zu diesem Anlaß gerne schon Fotos gemacht werden. Die Brautschuhe sollte man mit nach Hause nehmen und sie gelegentlich im Haus tragen. Auch der Bräutigam sollte sich einmal komplett im Hochzeitsstaat ankleiden. Machen Sie eine Generalprobe mit den Blumenkindern. Sprechen Sie nochmals mit dem Restaurant alle Details ab und übergeben Sie die Sitzordnung. Fangen Sie schon mal an, die Koffer für die Hochzeitsreise zu packen. Später wird es sicher stressig.

Vermählungsanzeigen in den Tageszeitungen aufgeben, falls gewünscht. Dabei sollten Sie aber nicht unbedingt die Privatadresse preisgeben, außer man wünscht den Besuch von Versicherungsvertretern.
Münzen für Trinkgelder und die Brautschuhversteigerung besorgen.

Die Wohnung von einer netten Nachbarin gegen Hochzeitsstreiche sichern lassen. Gleichzeitig kann sie Geschenke und Blumengrüsse annehmen.

Checkliste:

  • Friseurbesuch vom Bräutigam
  • Brautschuhe eintragen
  • Komplettanprobe beim Bräutigam
  • Sitzordnung abgeben
  • Sachen für die Flitterwochen packen
  • Vermählungsanzeige aufgeben

Der große Tag

Vergessen Sie nicht, zu frühstücken. Gehen Sie mit Ihrer besten Freundin oder mit Ihrer Mutter zum Friseur. Legen Sie Ringe und nötige Papiere bereit bzw. übergeben Sie diese dem Trauzeugen. Der Bräutigam holt den Brautstrauß und das Hochzeitsfahrzeug ab. Vergessen Sie nicht, Kopfschmerztabletten, Make-up und Ersatzstrümpfe in der Handtasche zu deponieren.
Und ganz wichtig:
Bleiben Sie ruhig!

Checkliste:

  • Friseurbesuch der Braut
  • Ringe und nötige Papiere dem Trauzeugen übergeben
  • Brautstrauß und Hochzeitsfahrzeug abholen

Nach den Flitterwochen

Danksagungen schreiben und prüfen, ob alle Rechnungen bezahlt wurden.

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