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Heiraten ist wieder in

Am Standesamt führt kein Weg vorbei, wenn man den Bund fürs Leben schließt. Die kirchliche Trauung dagegen ist freiwillig, doch gerade sie gibt vielen Brautpaaren erst das Gefühl, „richtig“ verheiratet zu sein. Die einen haben das tiefe Bedürfnis, ihre Ehe von Anfang an ganz offiziell unter allerhöchste Schirmherrschaft zu stellen. Andere betrachten den Gang zum Altar eher unter traditionellen, gesellschaftlichen oder romantischen Gesichtspunkten. Auf alle Fälle prägt das Zeremoniell in der Kirche wesentlich den festlichen Rahmen der Hochzeitsfeier.

Die Konfession spielt bei der Trauung bekanntlich eine Schlüsselrolle. Je nach Zugehörigkeit lässt sich das Brautpaar evangelisch oder katholisch trauen oder wählt mit einer ökumenischen Trauung den „goldenen Mittelweg“. In jedem Fall müssen gewisse Dokumente vorgelegt werden.

Wichtig ist es, den gewünschten Hochzeitstag frühzeitig mit dem Geistlichen abzustimmen. Er kann sich nicht vierteilen, und gewisse Heiratstermine sind nun mal sehr begehrt – Wochenenden im Mai beispielsweise oder Feiertage. Pfarrer und Brautpaar vereinbaren ein Treffen, bei dem dann u.a. auch der genaue Ablauf der Trauung festgelegt wird.

Übrigens zwingt nichts dazu, in der Kirche der Heimatgemeinde vor den Traualtar zu treten. Wollen beispielsweise zwei Münchner in Hamburg den Bund fürs Leben schließen – nur zu. Allerdings führt der Weg immer zuerst zum zuständigen Pfarrer, der dann den Kontakt mit dem fernen Kollegen herstellt und ihm ganz offiziell die Genehmigung zur Trauung erteilt. Möglich ist es auch, sich vom „eigenen“ Geistlichen in einer anderen Kirche trauen zu lassen. Oder umgekehrt: Das Brautpaar bittet z.B. einen Pfarrer aus dem Bekanntenkreis in die Heimatkirche. Natürlich benötigt der Gastpfarrer immer die Erlaubnis des jeweiligen Hausherrn.

Noch nicht einmal eine Kirche ist nötig, um katholisch, evangelisch oder ökumenisch zu heiraten. Stimmt der Pfarrer zu, kann er die Zeremonie auch auf einem Berggipfel oder auf dem Meeresgrund abhalten. Und falls neutraler geistlicher Beistand gewünscht wird, wendet sich das Brautpaar einfach an einen freien Theologen.