Hochzeitsratgeber

Gute Planung für den großen Tag

Für viele Ehepaare stellt die Hochzeit einen der schönsten und wichtigsten Ereignisse im Leben dar. Noch Jahrzehnte später erinnern sich Verheiratete gerne daran und bei Hochzeitsjubiläen wird gemeinsam in den Hochzeitsfotos geblättert. Doch damit dieser große Tag wirklich unvergesslich bleibt, bedarf es sorgfältiger und langfristiger Planung. Zahlreiche Aspekte gilt es zu beachten: Das beginnt bei der Wahl des Ortes und des Datums, reicht über die Kalkulation des Budgets sowie der Zusammenstellung der Gästeliste bis hin zur Planung zahlreicher wichtiger Details für die Feierlichkeiten. Auch scheinbar kleine Entscheidungen sollten dabei stets einvernehmlich mit dem Partner getroffen werden.

Keine Ehe ohne Recht

Der Bund fürs Leben kann man auch in Deutschland nur mit Zustimmung des Standesamtes eingehen. Voraussetzung ist die Einhaltungen gewisser Vorschriften, die wir in unserem Beitrag zu den Formalitäten der standesamtlichen Trauung zusammengefasst haben. Doch es gibt noch einige rechtliche Dinge mehr zu beachten: So sollte sich das Hochzeitspaar im Umgang mit dem Familiennamen einigen. Dabei müssen die Regeln für das Namensrecht eingehalten werden. Eventuell kann es für Paare auch sinnvoll sein, für den Fall der Fälle einen Ehevertrag abzuschliessen. Möchten Sie kirchlich heiraten, sind auch hier die Formalitäten der kirchlichen Trauung zu berücksichtigen. Eine Alternative zur Trauung in der Kirche könnte die freie Trauung sein.

Auch Lesben und Schwule können sich das „Ja“-Wort geben. Zwar können gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland keine „Ehe“ eingehen, doch wird mit dem jeweiligen Gesetz eine eingetragene Lebenspartnerschaft beschlossen.

Eigene Vorbereitung oder Hilfe vom Hochzeitsplaner?

Schnell fühlen sich hier angehende Eheleute überfordert. Erste Abhilfe schaffen die Erstellung eines eigenen Hochzeitsplaners sowie eine detaillierte, chronologisch sortierte Checkliste. Wem beispielsweise jedoch aufgrund beruflicher Verpflichtungen die Zeit für eine gründliche Vorbereitung fehlt, kann auch auf die Dienstleistungen eines professionellen Hochzeitsplaners – auch bekannt unter dem Namen „Wedding Planner“ – zurückgreifen. Auf Provisionsbasis berechnet dieser in der Regel 15 bis 20 Prozent des gesamten Hochzeitbudgets als Honorar, andernfalls zumeist auf Basis der Arbeitsstunden. Angehende Eheleute mögen über die Preise auf den ersten Blick erschrecken: Doch professionelle Hochzeitsplaner können dank ihrer umfassenden Kontakte zu verschiedensten Dienstleistern auch erheblich dabei helfen, Kosten zu sparen.

Ob mit oder ohne Wedding Planner gilt jedoch: Mit der Vorbereitung sollte bereits zwölf bis zehn Monate vor dem angedachten Termin begonnen werden. Manche Veranstaltungsorte sind unter Umständen bereits ein Jahr zuvor ausgebucht. Je eher Sie sich also für einen Termin und einen Ort entscheiden, umso besser. Zumindest am Standesamt führt dabei kein Weg vorbei – auch wenn Sie eine kirchliche Trauung wünschen. Denn für deutsche Staatsangehörige ist eine Ehe erst dann rechtsgültig, wenn Sie vor einem Standesbeamten geschlossen wird. Dazu ist eine Anmeldung der Heirat beim Standesamt notwendig. Diese sollten Sie früh genug vornehmen – beispielsweise gleich nach der Buchung eines Veranstaltungsortes. So haben Sie auch genügend Zeit, die erforderlichen Unterlagen zusammenzutragen und rechtzeitig beim Standesbeamten einzureichen. Sobald in dessen Gegenwart beide angehenden Eheleute das Jawort gesprochen haben, kann eine kirchliche Trauung erfolgen. Auch hier lohnt es sich, frühzeitig mit dem Pfarrer einen Termin zu vereinbaren.

Der erste Schritt: Termin und Ort vereinbaren

Bei der Wahl des richtigen Tags ist Flexibilität geboten: Vor allem die Zeit von Ende Mai bis Mitte September wird gerne für Hochzeitsfeierlichkeiten genutzt. Um bei eventuellen Komplikationen nicht in Schwierigkeiten zu geraten, sollte an einen eventuellen Ausweichtermin gedacht werden. Zu den allerersten Schritten der Hochzeitsplanung gehört deshalb – neben der Vorsprache beim Standesamt – die Vereinbarung eines Termins beim gewünschten Veranstaltungsort. Dabei muss es sich keineswegs um die klassische Gaststätte oder Hotelräume handeln: Sowohl die standesamtliche Trauung als auch die anschließende Feier lassen sich auch an ausgefallenen Orten vornehmen. Das Jawort kann beispielsweise auch auf einem Dampfer, am Strand, im Flugzeug, auf einem Berg, in einer Höhle oder in einer mittelalterlichen Burg fallen. Verschiedene Standesämter bieten dafür gesonderte Termine an. Auf diese Weise wird die Hochzeit nicht nur für das Brautpaar, sondern auch für die Gäste garantiert zum unvergesslichen Erlebnis!

Doch bevor Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen, sollten Sie Ihr Budget sorgfältig planen. Auf Grundlage der eigenen finanziellen Möglichkeiten sowie eventueller Unterstützung durch die Eltern und Verwandte empfiehlt es sich, einen Budgetrahmen festzulegen. Dieser sollte auch einen finanzieller Puffer enthalten, um unerwartete Kosten und Mehraufwendungen abdecken zu können. Damit die angehenden Eheleute frühzeitig Prioritäten setzen können, ist eine detaillierte Auflistung aller möglichen Kosten notwendig. Denn gerade viele kleinere Ausgaben machen sich in der Summe deutlich bemerkbar. Die Kalkulation sollte beispielsweise neben dem Hochzeitsmenü, den Eheringen, dem Brautkleid, der Raummiete sowie den Flitterwochen auch Kosten für Einladungskarten, Danksagungen, den Friseur oder das Blumengesteck enthalten. Wer trotz geringer finanzieller Möglichkeiten beim großen Tag nicht sparen möchte, sollte unter Umständen die Aufnahme eines Hochzeitkredits in Betracht ziehen. Viele Banken bieten – je nach monatlichen Einkommen der angehenden Eheleute – Darlehen zu attraktiven Konditionen an. Hier lohnen sich ein Vergleich im Internet sowie eine ausführliche Beratung. Grundsätzlich gilt: Je mehr Gäste Sie einladen, umso teurer wird auch die Hochzeit.

Die Gäste auswählen und einladen

Bereits circa zwölf bis sechs Monate vor der Feierlichkeit sollte deshalb eine grobe Gästeliste erstellt werden. Um angemessen planen zu können, ist es ratsam, zugleich die Zahl maximal möglicher Gäste festzulegen. Orientieren Sie sich bei Ihrer Auflistung an der engeren Verwandtschaft sowie aktiven Freundschaften. Je nach Budgetplanung kann der Kreis der Gäste natürlich deutlich erweitert oder eingeschränkt werden. Um nicht eingeladene Freunde oder Verwandte nicht zu verärgern, empfiehlt es sich zudem, für jedermann leicht nachvollziehbare Grenzen zu ziehen. Sollten Ihre Finanzen nur eine Feierlichkeit im kleinen Kreis zulassen, bietet es sich außerdem an, weitere Verwandte und Freunde beispielsweise einen Tag vor der Hochzeit zur Teilnahme am Polterabend aufzufordern. Bei diesem vor allem in Deutschland weitverbreiteten Brauch wird in der Regel vor dem Haus der Braut bzw. den Haus ihrer Eltern Porzellan bzw. Steingut gemeinsam zerbrochen. Getreu dem Motto „Scherben bringen Glück“ wünschen die Anwesenden dem Paar auf diese Weise eine glückliche Ehe.

Ab dem sechsten Monat vor der Hochzeit sollte die Gästeliste konkret werden, anschließend können die Einladungskarten verschickt werden. Besonders schön sind selbstgebastelte und -geschriebene Karten. Wem dafür die Zeit fehlt, der kann – das notwendige Kleingeld vorausgesetzt – auch einen Kartenmacher und -designer beauftragen oder vorgefertigte Karten mit Einladungstext bestellen. So oder so empfiehlt es sich, potentiellen Gästen eine feste Frist für Zu- bzw. Absagen zu setzen. Spätestens drei Wochen vor dem großen Tag sollte die abschließende Gästeliste feststehen. Dann lassen sich auch die Sitzordnung für das gemeinsame Essen sowie der Umfang des Menüs planen. Besonders ersterer Aspekt verlangt Fingerspitzengefühl: Bei der lieben Verwandtschaft sollte auf eventuelle Zwistigkeiten Rücksicht genommen werden, Pärchen dagegen dürfen nicht getrennt werden. Als Faustregel gilt: Je näher ein Gast beim Brautpaar sitzt, umso größer ist die Wertschätzung für diesen. Die konkrete Ausgestaltung sowie die Gästezahl sollte mit dem Personal der Location abgestimmt werden. Je nach den räumlichen Gegebenheiten können sich beispielsweise eine Tischordnung in U- oder T-Form bzw. ein Bankett oder eine Tafel anbieten.

Tischkarten erleichtern den Gästen am Hochzeitstag zudem die Platzwahl und verhindern ein hektisches Durcheinander. Auch bei der Erstellung des Hochzeitsmenüs ist Sorgfalt geboten: Zuerst gilt es darüber zu entscheiden, ob ein Buffet oder ein selbst zusammengestelltes Menü vorgesehen ist. Erkundigen Sie sich davor auch, ob sich eventuell Vegetarier oder Allergiker unter den Anwesenden befinden. An eine ausreichende Auswahl nicht-alkoholischer Getränke sowie Portionen für Kinder sollte ebenso gedacht werden. Unannehmlichkeiten während der Hochzeitsfeierlichkeit lassen sich so früh vermieden. Ihre besondere Aufmerksamkeit sollte natürlich – falls gewünscht – der Hochzeitstorte gelten.

Wertvolle Helfer: Die Trauzeugen

Natürlich spricht nichts dagegen, auch Gäste in die Vorbereitung einzubinden. Bewährt haben sich dabei vor allem die Wahl einer Trauzeugin der Braut bzw. eines Trauzeugen des Bräutigams. Während erstere die zukünftige Ehefrau unter anderem bei der Wahl des Brautkleids sowie weiterer Accessoires unterstützt, hilft der Trauzeuge dem Bräutigam bei der Wahl der angemessenen Kleidung für den großen Tag. Doch auch bei der Hochzeit selbst können beide das Brautpaar entlasten: Als Zeremonienmeister kümmern sich Trauzeugen – zumeist handelt es sich dabei um enge Freunde – beispielsweise um den gelungenen Ablauf, eventuelle Notfälle sowie die Kommunikation mit Dienstleistern und Servicepersonal. Auch die Planung des Junggesellenabschieds wird traditionell vom Trauzeugen übernommen. Bei der Auswahl des Brautkleids können auch ausgewählte Brautjungfern die angehende Ehefrau unterstützen.

Denn bei der Wahl der Kleidung für die Hochzeit gilt es vielerlei zu beachten: Bereits sechs bis fünf Monate vor der Hochzeit sollte die Suche nach dem richtigen Brautkleid beginnen. Traditionell ist dieses weiß, doch auch zarte Pastelltöne eignen sich unter Umständen. Das Budget sollte dabei eine untergeordnete Rolle spielen – schließlich bildet das Brautkleid einer der optischen Höhepunkte der Hochzeit und sollte dementsprechend gelungen sein und zum Anlass sowie zur angehenden Ehefrau passen. Auch der Mann hat die Qual der Wahl: Während bei der klassischen standesamtlichen Trauung eher ein klassischer Anzug empfehlenswert ist, bieten sich für die anschließende Feierlichkeit ein Frack mit Zylinder oder ein Smoking an.

Doch dabei handelt es sich nur um die wichtigsten Aspekte einer gelungenen Hochzeitsplanung. Zahlreiche weitere Aspekte wollen auch beachtet werden. Dazu zählen zum Beispiel die Wahl der Eheringe, die musikalische Gestaltung, die Buchung eines Fotografen, die Blumendekoration sowie die Planung der Flitterwochen. Und auch nach dem großen Tag gibt es noch die ein oder andere Kleinigkeit zu erledigen – beispielsweise das Versenden kleiner, liebevoller Danksagungen an die Gäste oder die Reinigung der Hochzeitskleidung. Eine wertvolle Orientierung bei der Planung Ihrer persönlichen Traumhochzeit bietet dieser Hochzeitsratgeber auf berliner-heiraten.de. Denn mit der richtigen Vorbereitung bleibt dieser große Tag garantiert unvergesslich schön.

Der große Tag

Endlich ist es soweit und Sie können vor den Traualtar treten. Der Ablauf der standesamtlichen Trauung ist oft vorgegeben. Doch für die anschiessende Feier gibt es keine festen Regeln. Natürlich gibt es einige Hochzeitsbräuche – auch aus anderen Kulturkreisen, die dass Fest unvergesslich machen. Fehlen dürfen natürlich auch nicht ein paar Hochzeitsstreiche und Hochzeitsspiele.

Nach der Hochzeit

Sind die letzten Gäste gegangen und hat das Brautpaar ein unvergessliche Hochzeitsnacht verbracht, geht es meistens auf Hochzeitsreise. Doch es gibt auch ein paar Dinge zu erledigen. Nutzen Sie dazu unsere Checkliste nach der Hochzeit. So sollen ggf. die Versicherungspolicen überprüft werden.

Vergessen Sie auch auf keinen Fall regelmäßig sich am Hochzeitstag an die schöne Feier zu erinnern und Ihren Partner mit einer Kleinigkeit zu überraschen. Größere Hochzeitsjubiläen werden gerne auch zum Anlass für eine Feier genommen.

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